EDV-Lexikon - T


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TCO
  1. (2000) Tjänstemännens Central-Organisation - Schwedische Zentralorganisation für Angestellte und Beamte. Das gleichnamige Label stellt eine Empfehlung hinsichtlich Ergonomie, Energieverbrauch, Emission und Ökologie von Monitoren, PCs und Tastaturen dar. Nach TCO'92 und TCO'95 wurden mit dem aktuellen Siegel TCO'99 die Standards für die technischen Geräte noch weiter verschärft.
    externer Link TCO-Homepage
    Quelle: externer Link  ARCHmatic-Glossar
  2. Ob der Fehler hier wohl im Betriebssystem oder in der Anwendung lag? Diese Bank in Schweden hat wahrscheinlich nicht nur den einen Touristen als Kunden verloren, der dort mit seiner EC-Karte Bargeld holen wollte. (2000) Total Cost of Ownership - "Gesamtkosten der Eignerschaft". Unter der TCO sammeln sich alle Kosten an, die ein Produkt über die Gesamtnutzungsdauer, einschließlich Kauf und Entsorgung, verursacht. Bei der Softwarebeschaffung wird gern übersehen, dass auch Kosten für Mitarbeiterschulungen, Wartung, Ausfallzeiten wegen des Hochfahrens der Rechner nach Systemabstürzen (einschließlich der Zeit für den Dateisystemtest und die Wiederherstellung der zerstörten Daten) und Folgekosten aus der Erhöhung des Krankenstandes (mangelhafte Ergonomie!) mit zur TCO gehören. Wie viele Kunden verlorengehen, wenn plötzlich auf Kundenterminals oder an Buchungsschaltern Windows-Fehlermeldungen oder Bluescreens anstelle eines Benutzerdialogs erscheinen, wurde bisher noch kaum untersucht.
    externer Link Informationsdienst "Arbeit und Gesundheit" ErgoOnline
TCP/IP
(2000) Transmission Control Protocol / Internet Protocol - Sammlung von Übertragungsregeln unterhalb der Anwendungsebene für den Datentransfer im Internet.
Technologie
(2000) Die Lehre von der Technik. Das Wort wird heute oft wichtigtuerisch als modisches Blähwort anstelle von "Technik" verwendet. Manchmal geschieht das ohne bösen Willen und ist nur auf eine schlampige Übersetzung zurückzuführen, da das amerikanische Wort für "Technik" "Technology" lautet.
terminus technicus
(2000) Fachausdruck, Fachwort (lat.)
Thread
(2000) (wörtl. "Faden")
  1. Aufeinander bezogene Einträge in einer Newsgruppe oder einem Online-Forum. Der Thread startet mit einem beliebigen Beitrag (zum Beispiel zum Thema "das beste Betriebssystem"), auf den es bald darauf zahlreiche Antworten (Replies, auch mit "Re: " gekennzeichnet) und Antworten auf Antworten gibt. Alle zusammen bilden den Thread. Über kurz oder lang driftet das Thema ab, weil neue Ideen aufkommen. Entweder startet dann jemand einen neuen Thread oder ändert nur die Überschrift, die in unserem Beispiel bis dahin immer "Re: das beste Betriebssystem" lautet, zum Beispiel in "Rechtschreibung (war: das beste Betriebssystem)"
  2. Abläufe eines Computerprogramms, die in Multitaskingumgebungen unabhängig von und zeitgleich mit anderen ausgeführt werden können. Ein Programm kann so dutzende von Teilaufgaben scheinbar gleichzeitig ausführen. Auch auf Einprozessorsystemen kann das sinnvoll sein, wenn die einzelnen Threads den Prozessor jeweils nur gering auslasten. Die Anzeige der Bilder in einem Webbrowser zum Beispiel ist meistens durch Multithreading realisiert. Alle Bilder werden scheinbar gleichzeitig geladen und angezeigt, obwohl jedes Bild von einem eigenständigen Programmteil verarbeitet wird.
Thumbnail
Klicken Sie dieses Thumbnail der ASCII-Tabelle an, um das Bild groß zu sehen!(2001) Vorschaubild, ungefähr in der Größe eines Daumennagels. In Hypertext-Grafiksammlungen führt ein Klick auf das Vorschaubild in der Regel zum speicherplatzintensiven Hauptbild.
TPI
(WS 1998)Tracks per inch. Bei Festplatten und Disketten die Anzahl von Aufzeichnungsspuren pro Zoll. Klassische 90-mm-Disketten besitzen beispielsweise eine Spurdichte von 135 TPI. Das entspricht einer Schrittweite des Schreib-/Lese-Kopfes von rund 0,2 Millimetern.
Traffic
(2001) Datenaufkommen in einem Netzwerkabschnitt. Beim klassischen Ethernet steht der Dateninfarkt bevor, wenn sich der Traffic etwa 60% der Bandbreite nähert, da es dann zu so vielen Datenpaketkollisionen kommt, dass der Anteil der Pakete, die unbeschädigt ihr Ziel erreichen, gegen null geht.
Treiber
(1993) Übersetzungsfehler des engl. driver. Ein driver ist ein Programm zur Gerätesteuerung. Anwendersoftware muß dadurch nicht direkt die Hardware ansprechen, sondern benutzt bestimmte Softwareschnittstellen des drivers.
Trojaner
(2000) Einwohner der Stadt Troja. Zur Erinnerung: Das sind nicht die, die im Pferd hockten, sondern die, die auf den Trick hereingefallen waren und sogar noch das eigene Stadttor eingerissen hatten, um die Figur überhaupt in ihre Stadt hinein zu bekommen. Siehe Homer, Ilias.
nicht unbedingt ernst gemeinter Kommentar(2003) Die unschuldige Klage "ich habe mir einen Trojaner eingefangen" klingt zugegebenermaßen sehr viel weniger dämlich als das Geständnis "ich habe eigenhändig ein Trojanisches Pferd hereingeholt!"

Trojanisches Pferd
(1998) Ein "trojanisches Pferd" ist Code, der im Gegensatz zu einem Virus zwar keine eigenständige Verbreitungsfähigkeit besitzt, sondern vom Benutzer eigenhändig installiert und gestartet werden muß, jedoch oft destruktiven oder ausspähenden Charakter hat. Allerdings würde sich Microsoft wahrscheinlich heftig dagegen wehren, wenn man behauptete, daß das Setup-Programm zum Internet Explorer 4.0, nur weil es detaillierte Informationen über die Softwarekonfiguration eines Anwenders an Microsoft überträgt, ein trojanisches Pferd sei.
Kulturell verarmte PC-Anwender verwenden auch das Wort Trojaner.
TRON
  1. TRON(2000) BASIC-Befehl zur Aktivierung des Tracemodus (Debuggingfunktion Trace on). Im Tracemodus werden parallel zum Programmablauf die gerade abgearbeiteten Programmzeilen des Quelltextes angezeigt. Das Ausschalten des Tracemodus geschieht mit TROFF. Der Befehl ist nur in wenigen BASIC-Dialekten vorhanden, u.a. beim Locomotive BASIC des Amstrad/Schneider CPC Homecomputers.
  2. (2000) Erster abendfüllender Spielfilm, der zu einem großen Teil Computeranimationen einsetzt (R: Steven Lisberger, 1982). Die mit realen Schauspielern gefilmte Handlung spielt in einer virtuellen Filmkulisse. Ähnlich wie im Musical "The Wizard of Oz" werden im Kultfilm TRON eigentlich unbelebte Dinge - hier eine Vogelscheuche, dort ein Buchhaltungsprogramm - durch menschliche Darsteller verkörpert.
    externer Link TRON - The Movie
  3. (2000) Hackername des 1998 zu Tode gekommenen CCC-Mitglieds Boris Floricic. Dieser hatte in seiner Diplomarbeit ein Verfahren zur sicheren Verschlüsselung von Telefongesprächen entwickelt, was ihn möglicherweise zur Zielscheibe diverser daran nicht interessierter Organisationen machte. Offiziellen Angaben zufolge hat Floricic seine Ermordung selbst vollzogen.
    externer Link Pressemitteilung des CCC
    externer Link Das rororo-Sachbuch von Burkhard Schröder: Tron - Tod eines Hackers
    externer Link Die Diplomarbeit über ISDN-Sicherheit
  4. (2002) The Real-time Operating System Nucleus -- ein Echtzeit-Betriebssystem für Consumer-Electronic-Produkte. Eine Alternativentwicklung zu Windows CE, an der 22 japanische Firmen beteiligt sind.
True Type
(2000) Von der Firma Apple entwickeltes Vektorformat für Schriftartendateien (Fonts). Als Vektorelemente kommen von Strecken und Bezierkurven (Splines zweiten Grades) begrenzte Flächen zum Einsatz. Der Vorteil gegenüber den bis dahin verwendeten Bitmapschriftarten liegt darin, daß True Type Fonts in der Regel weder an ein Ausgabemedium (Bildschirm, Drucker, ...) noch an eine bestimmte Darstellungsgröße gebunden sind, was eine Grundvoraussetzung des WYSIWYG ist.
TSO
(2000) Time Sharing Option - Regelung der CPU-Zeit für einzelne Anwender eines Multi-User-Systems
TWAIN
(RK 1998) Akronym (aus Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Kurzwort) für Technology (oder Toolkit) Without An Interesting (oder Important) Name - Schnittstelle für (fast) jede Bilderkennungs-Hardware, hauptsächlich für Scanner.
externer Link www.twain.org

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