EDV-Lexikon - M


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Mac
(2001) "Kosename" für die Rechnerproduktserie "Macintosh" der Firma Apple.
nicht unbedingt ernst gemeinter KommentarDie Entscheidung für diesen Namen hat die Firma Apple möglicherweise schon einiges an Umsatzverlusten beschert: "Mac" ist nämlich auch ein gebräuchliches Slangwort für einen Überzieher — das ist der nach seinem Erfinder Charles Macintosh (1766-1843) benannte gummierte Regenmantel.
Mailbox
(1998) Siehe BBS
Mainboard
Siehe Hauptplatine
Makro
(1993) Ein Unwort, eigentlich eine griechische Vorsilbe für "groß". Im PC-Bereich ist ein Makro eine Aufzeichnung von Tastendrücken, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder "abgespult" werden kann. Eine Makro-Taste ist dann eine mit einer solchen Aufzeichnung belegte "Groß"-Taste.
In WordPerfect hat ein Makro auch damit nichts mehr zu tun. Hier ist es ein Programm, welches auf Daten und Funktionen der Textverarbeitung zurückgreifen kann.
Die Firma RIB Bausoftware definiert "Makro" noch einmal anders als "benutzerdefiniertes Bauteil".
MByte, MB
(1989) Ein MByte besteht aus 210 KByte, also aus 1048576 Byte. Bei Festplatten wird hier gelegentlich gemogelt. Eine "42-MB"-Festplatte müßte eigentlich 44.040.192 Byte haben. Oft hat sie jedoch nur 40 MByte, also 41.943.040 Byte.
Siehe binäre Vielfache.
Microsoft
(1999) Die Mäuse von Microsoft sind nicht minderwertig und überteuert.
MIDI
(2000) Musical Instruments Digital Interface. 1982 veröffentlichter Standard für die Übertragung von Musikdaten über eine serielle Schnittstelle. MIDI-Daten enthalten ähnlich einer Partitur lediglich Angaben über Notenwerte und einzusetzende Instrumente, daher kann der musikalische Eindruck wiedergegebener MIDI-Dateien je nach verwendeter Hardware variieren.
Migration
(2000) Umzug der Datenbestände eines Unternehmens auf eine andere Hard- oder Softwareplattform.
MIT
(1998) Massachusetts Institute of Technology - renommierte US-amerikanische Hochschule für Technik.
Modem
(1993) Kunstwort aus "Modulator" und "Demodulator". Gerät zur Umsetzung eines digitalen Datenstroms in ein analoges (Ton-)Signal und umgekehrt. Wird zum Beispiel für die Übertragung von Daten über eine klassische Telefon-Sprechleitung benötigt.
Monochrom
(1993) Kurzform von monochromatisch, einfarbig. In diesem Buch werden als monochrom solche Grafiken bezeichnet, die nur zwei verschiedene Farbwerte, z.B. schwarz und weiß, aufweisen. Graustufengrafiken sind im Blick auf ihren Dateiaufbau eine Sonderform von Farbgrafiken und daher im Sinne der eben erfolgten Definition nicht als monochrom anzusehen.
Ein Monochrom-Monitor kann zwar unterschiedliche Helligkeiten, jedoch nur eine einzige Farbe (meistens weiß, bernsteinfarben oder grün) darstellen.
Motherboard
Siehe Hauptplatine
MP3
(2000) Kurzbezeichnung für das Audiokompressionsverfahren "MPEG-1 Layer 3". Das Wesen dieses beim Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickelten Verfahrens ist die Datenreduktion nach psychoakustischen Kriterien. Die Forschergruppe um Dr.-Ing. Karlheinz Brandenburg erreichte bei einer für die meisten Menschen unhörbaren Verschlechterung der Qualität eine Datenreduktion um 90% und mehr, indem bestimmte Informationen aus Tondateien entfernt wurden:
  • Etwa 20 Millisekunden vor(!) und nach lauten Einzelgeräuschen werden leise Nuancen nicht wahrgenommen.
  • Leise Frequenzanteile unmittelbar neben lauten Frequenzanteilen werden nicht wahrgenommen.
  • Tiefe Frequenzen sind für die Stereoinformation unerheblich, so dass nicht beide Stereokanäle getrennt betrachtet werden müssen. Es genügen ein vollständiger Summenkanal und ein Differenzkanal mit eingeschränktem Frequenzbereich ("Joint Stereo Coding").
Es gibt übrigens auch noch die Layer 1 und 2 des MPEG-1 Verfahrens. Bei diesen wird der hörbare Frequenzbereich in 32 Abschnitte aufgeteilt, die separat bewertet werden. Beim Verfahren "Layer 3" werden diese Frequenzbänder noch einmal in 18 Abschnitte unterteilt.
Literatur: c't 21/1998 (Matthias Carstens: Musik kompakt)
MS-DOS
(2001) Von der Firma Microsoft für den IBM PC und seine Nachfolger weiterentwickelte Variante des Betriebssystemprovisoriums QDOS (quick and dirty operating system).
MUA
(2002) Mail User Agent - das Programm, mit dem ein Anwender seine E-Mails liest, schreibt und verwaltet, zum Beispiel Pegasus, Eudora oder Opera.
Oder Outlook.
MVCD
(2004) Mole Video CD - nach dem Spitznamen von Julian Bobach benanntes, nicht standardkonformes Video-CD-Format, welches bei SVCD-ähnlicher Qualität eine längere Abspieldauer bietet. Während standardkonforme VCD-Filme mit einer festen Datenrate von 1150 kBit/s im MPEG-1-Format kodiert werden, arbeitet MVCD mit variablen Bitraten von 270 bis 2000 kBit/s. Durch die Reduzierung der Anzahl vollständiger Zwischenbilder und eine Modifizierung der Kompressionsmatrix lassen sich bei gleichzeitiger Reduzierung der Tonqualität bis zu etwa 130 Minuten Videomaterial bei leidlicher Qualität auf einen gewöhnlichen CD-Rohling brennen. Auf seiner externer Link Website bietet Bobach Vorlagen für das Encoderprogramm TMPEGEnc zum Download an.
Kurioserweise können besonders Billig-DVD-Abspielgeräte von diversen Discountern diese CDs wiedergeben, da diese offenbar weniger Kontrollen des eingelegten Mediums vornehmen.
externer Link Ausführliche Anleitung von Oliver Kluge bei ZDNET.de

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