EDV-Lexikon - I


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IBM
International Business Machines. Der bekannte internationale Büromaschinenhersteller brachte 1981 mit dem IBM PC den Vorläufer Ihrer elektronischen Schreibhilfe auf den Markt.
IBM 3270 PC
(1989) Grafikterminal, welches an Großcomputer angeschlossen werden kann. Wenn Sie Ihren PC als Endgerät eines Großcomputers nützen, benötigen Sie einen entsprechenden Grafiktreiber.
IBM 8514/A
(1989) Sehr schneller Grafikadapter auf der Basis einer VGA-Karte. Leider ist er so teuer, daß er trotz seiner Qualitäten keine große Marktbedeutung hat.
Icon
Englisch: Bild, Sinnbild. Ein Icon ist eine bunte Zielscheibe für Mauspfeile in grafischen Benutzeroberflächen wie GEM oder Windows.
IDE
  • (2001) Integrated Drive Electronics -- Integrierte Laufwerkselektronik. Im Gegensatz zu den ersten PC-Festplatten, bei denen sämtliche Steuerelektronik auf der Steckkarte des Festplattencontrollers untergebracht war, wodurch die Zahl möglicher Festplattentypen eng begrenzt war, wird bei IDE-Festplatten nur noch ein einfacher Hostadapter benötigt, um eine Vielzahl verschiedener Festplatten an einen PC anschließen zu können. Die Weiterentwicklung EIDE (enhanced IDE) erlaubte es, außer Festplatten auch andere Laufwerkstypen (z.B. CD-ROM- oder ZIP-Laufwerke) anzuschließen und beseitigte die 512-MByte-Grenze des IDE-Systems. Siehe auch PIO und DMA.
  • (2001) Integrated Development Environment — Integrierte Entwicklungsumgebung. Werkzeug zur Programmentwicklung, das Editor, Compiler und ggf. auch Linker und Debugger unter einer einheitlichen Oberfläche zur Verfügung stellt. Die einzelnen Programmteile sind in der Lage, miteinander zu kommunizieren, so dass zum Beispiel während der Ausführung auftretende Programmfehler im Quelltext markiert werden und beseitigt werden können. Ohne IDE werden separate Programme für diese Zwecke benötigt, die jeweils einzeln gestartet werden müssen und nicht miteinander kommunizieren können.
IMHO
Mail-Abkürzung: "In my humble/honest opinion..." - "Meiner bescheidenen/ehrlichen Meinung nach..."
Inch
Entspricht etwa dem deutschen Zoll, welches sich aus der Daumenbreite eines tüchtigen Handwerkers ableitet und heute einheitlich mit 25,4 mm umgerechnet wird. Das Inch ist die Grundeinheit des Englischen Systems. Man unterscheidet das Englische Inch (25,39998mm) und das Amerikanische Inch (25,40005 mm).
In Großbritannien wurde das Englische System 1975 offiziell abgeschafft. Das nahezu letzte Land der Erde, welches sich weigert, das 1799 entwickelte metrische System zu übernehmen, sind die USA (mit Ausnahme der NASA, siehe Anmerkung 2).
Da das amerikanische Einheitensystem recht lustig ist, seien an dieser Stelle ein paar abschweifende Zeilen gestattet, die es Zuschauern amerikanischer Fernsehserien ermöglichen, sich eine Vorstellung von den wirklichen Längen zu machen, wenn wieder mal ein 6 Fuß großer Mann aus 20 Yard Entfernung erschossen wurde und man den Mörder anderntags 50 Meilen weiter aufgriff:
Zwölf Inch bilden ein Fuß, dies sind umgerechnet 30,48006 cm (Der Norm-Amerikaner hat also etwas mehr als Schuhgröße 47). Drei Fuß bilden ein Yard (91,44018 cm), fünfeinhalb Yards ergeben ein Pole, vier Poles sind eine Chain, zehn Chains ergeben ein Furlong und acht Furlongs bilden schließlich (haben Sie mitgerechnet? Hm?) eine Meile, welche 1609,347168 m entspricht.
nicht unbedingt ernst gemeinter KommentarAnmerkung 1: Wenn es stimmt, daß die deutsche Literatur es vor allem deshalb zu so hoher Blüte gebracht hat, weil die Deutsche Sprache so kompliziert ist, wissen Sie jetzt, warum die schnellsten Computer heute aus Amerika kommen (wieviel Quadratyard gehen auf eine Quadratmeile?).
nicht unbedingt ernst gemeinter KommentarAnmerkung 2: Eine der Marssonden, die der NASA 1999 verloren gingen (Mars Climate Orbiter), hatte als Verlustursache die irrtümliche Annahme der Schubkraft in Pfund statt Newton durch die Programmierer der Navigationssoftware (oder - vice versa - die falsche Angabe der Hersteller) :->) externer Link Neues vom Mars
interaktiv
Ein Begriff, der aussagen soll, daß ein Programm nicht dem klassischen EVA-Prinzip folgt. Das heißt, daß sich der Programmablauf während der Laufzeit durch Anwendereingriffe beeinflussen läßt. Im Grunde ist jedes Programm interaktiv, das nicht verlangt, freitags einen Stapel Lochkarten beim Operator abzugeben und montags einen Karton Ausdrucke abzuholen.
Interaktiv hat allerdings noch eine etwas ältere Bedeutung. Eigentlich ist Interaktion das "aufeinander bezogene Handeln zweier oder mehrerer Personen."
Interface
(1999) Ein Interface ist ein Adapter zur Anpassung verschiedener Geräte und/oder Programme aneinander. Als Hardware kennen Sie bestimmt das Parallel-Interface (oft und falsch "Centronics-Schnittstelle" genannt), welches der Übermittlung der Zeichen an Ihren Drucker dient. Ein Software-Interface ist beispielsweise die Grafikschnittstelle BGI.
Internet
(2002) Weltweites Netzwerk von Einzelrechnern und lokalen Netzwerken. Grundlage ist das Internetprotokoll IP. Eigentlich müßte hier ein ziemlich langer Artikel stehen, um dem Thema auch nur annähernd gerecht zu werden. externer Link  Manuala Gößnitzer hat dazu jedoch so gute Texte verfaßt, dass ich es hier gar nicht mehr besser tun könnte.
Internettelefonie
(2001) Sprachverbindung, bei der die Toninformationen digitalisiert und über das Internetprotokoll IP zum Ferngesprächspartner gesendet werden ("Voice over IP"). Leidet zur Zeit noch an den Verzögerungen im Sekundenbereich, die dem Gespräch einen gewissen Walkie-Talkie-Character geben. (Walkie-Talkies waren die billigen 27-MHz-Funkgeräte, mit denen wir als Kinder im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts immer gespielt haben, weil es damals noch keine Handys zum Spielen gab).
interpolierte Auflösung
(2000) Aus unerklärlichen Gründen immer noch nicht verbotene Form der Kundentäuschung. Die "interpolierte Auflösung" eines Flachbettscanners (z.B. 19200 DPI bei 600 DPI optischer Auflösung) ist ein Phantasiewert, der keine (null!) Aussagekraft hat. Interpolieren bedeutet, zwischen zwei gemessen Werten (siehe DPI) weitere Punkte einzufügen, die einfach nur Zwischenwerte der beiden anderen Werte darstellen. Dadurch wird keine weitere Information erzeugt, sondern nur der Speicherplatzbedarf unsinnig vergrößert.
Bei Video- und Digitalkameras ist die Täuschung subtiler, siehe Pixel.
Interpreter
(2000) Programm, das menschenlesbare, in einer Programmiersprache geschriebene, Quelltextdateien während der Programmausführung schrittweise in Maschinenbefehle übersetzt. Findet die Übersetzung dagegen schon komplett vor der Programmausführung statt, spricht man von einem Compiler.
intuitiv
(2000) Man bezeichnet die Bedienung von Programmen und Geräten als "intuitiv", wenn man sie ohne Schulung, "aus einer Eingebung heraus", bedienen kann.
nicht unbedingt ernst gemeinter KommentarIntuitive Bedienbarkeit zeigt sich zum Beispiel daran, dass Computer schneller werden, wenn man fester auf die Tasten haut, oder sich für blödsinnige Fehlermeldungen entschuldigen, wenn man sie anbrüllt. Nicht-intuitive Bedienbarkeit zeigt sich darin, dass man "Start"-Buttons drücken muss, um einen Rechner auszuschalten (Microsoft Windows ab Version 4), die Hauptfunktion eines Programms im "Extras"-Menü suchen muss (Mails senden/empfangen bei Microsoft Outlook) oder die Aktivierung der "Drucken"-Funktion auf einer Seite nicht die gerade getippte Seite ausdruckt, sondern entweder immer gleich das ganze Dokument (Microsoft Word) oder irgendeine andere Seite (Adobe Pagemaker). Weitere Beispiele sind willkommen. Ich mache dann 'mal eine Extraseite daraus...
ISA
(1998) (Abk.) Industry Standard Architecture - Bezeichnung für den 16 Bit breiten Bus der ersten IBM-AT-Computer, der auch in modernen Pentium-Systemen nicht auszurotten ist.
ISDN
(2000) Integrated Services Digital Network — überflüssiger Telefonstandard, vor allem in Deutschland verbreitet. Bei Datenübertragungen mit 65 kbps kaum schneller als eine klassische Analogleitung mit 56 kbps. Der Mythos "Datenübertragung erfordert ISDN" stammt noch aus der Zeit des Postmonopols, als an Analogwählleitungen nur 300-Baud-Akustikkoppler erlaubt waren und der Anschluß eines Modems unter Strafe stand (Telefone waren damals nicht einfach in die Wandsteckdose gesteckt, sondern fest mit der Anschlußdose verschraubt!).
Der größte Vorteil von ISDN gegenüber dem klassischen Analoganschluss ist die Möglichkeit für Geheimdienste und versierte Hacker, einen Raum ohne zusätzliche Abhöreinrichtungen über die Freisprechanlage eines ISDN-Apparates abzuhören. externer Link  Initiative Nachrichtenaufklärung
IT
(2000) Informationstechnik. Modischer Oberbegriff für alles, was irgendwie mit Datenverarbeitung zu tun hat. Siehe EDV.

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