EDV-Lexikon - E


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EDIFACT
(2001) Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport - "Elektronischer Datenaustausch für Verwaltung, Handel und Transport". Ein von der Europäischen Kommission für Wirtschaft (ECE), den Vereinten Nationen (UN) und Vertretern branchenspezifischer Lösungen entwickelter Standard, der den elektronischen Datenaustausch bei der Abwicklung sämtlicher Geschäftsvorfälle, von der Angebotsanfrage bis zur Bezahlt-Meldung, länderübergreifend regelt.
Tip für weiterführende Infos: externer Link  zahlungsverkehrsfragen.de
Editor
(2000) Programm zur Bearbeitung von Dateien.
EDV
(2000) Elektronische Datenverarbeitung. Der Begriff ist heute etwas angestaubt, weil kein gesunder Mensch mehr größere Datenmengen nichtelektronisch verarbeitet (von den Bewohnern gewisser subventionierter Hängeordnerbiotope einmal abgesehen). Siehe auch IT.
EEPROM
(1998) Siehe ROM
EGA
(1993) Enhanced Graphics Adapter, "erweiterter Grafikadapter". Bot gegenüber dem Augenkiller CGA eine deutliche Verbesserung. Der EGA konnte 16 Farben gleichzeitig darstellen. Diese ließen sich aus den 64 Varianten frei zusammenstellen, welche durch die Kombination von rot, grün, blau und gesteigerter Helligkeit möglich sind. Er bot eine standardmäßige Grafikauflösung von 640 × 350 Punkten.
EIDE
(2001) Enhanced Integrated Drive Electronics — siehe IDE
E-Mail-Virus
(1999) Die folgende Entwarnung gilt nicht für Anwender, die Mailsoftware der Firma Microsoft verwenden.
nicht unbedingt ernst gemeinter KommentarProgramme wie "Microsoft Outlook" oder "Microsoft Exchange" sind als hochgradig gefährlich einzustufen und sollten in privaten und kommerziellen Umgebungen nicht verwendet werden.
(1998) "Wenn Sie eine E-Mail mit dem Betreff 'Good Times' erhalten..." So fangen sie an, diese gutgemeinten, aber völlig sinnlosen Warnungen vor Viren, die angeblich plötzlich und heimtückisch zuschlagen, wie die Spinne in der Yucca-Palme. E-Mails sind keine ausführbaren Programme. Wenn Sie ausführbare Programme (.EXE- oder .DOC-Dateien) auspacken und ausführen, die ihnen ein Unbekannter als Anlage gesendet hat, sind Sie selbst schuld. Durch das Lesen von Mails jedenfalls kann sich niemand einen Virus einfangen. Folgende Dateiendungen gelten unter Windows als potentiell gefährlich:
  • .EXE-Dateien: logisch.
  • .COM-Dateien: So hießen Programme früher.
  • .SCR-Dateien: Bildschirmschoner sind nichts anderes als .EXE-Dateien.
  • .DOT-Dateien: Winword-Vorlagendateien enthalten ausführbaren Code ("Makros") und bergen die derzeitig häufigste Virenform: Makroviren.
  • .DOC-Dateien: Winword startet die Makros einer .DOT-Datei auch, wenn man sie zur Tarnung in *.DOC umbenennt!
  • .XLS-Dateien: Excel-Dateien sind der neueste Renner, seitdem sich Virenschutzprogramme gegen Word-Makroviren immer mehr verbreiten.
  • .XLT-Dateien: Für .XLT/.XLS gilt der gleiche Zusammenhang wie bei .DOT/.DOC
Zudem können u.a. folgende Dateitypen "trojanische Pferde" enthalten:
  • .HLP-Dateien: Windows-Hilfedateien dürfen quasi alles ausführen, was an Programmen auf einem Rechner vorhanden ist.
  • .PDF-Dateien: Adobe-Reader-Dateien können auch ausführbaren Code beinhalten.
  • .BAT-Dateien: Textdateien mit einer Liste von eventuell gefährlichen Programmaufrufen.
Öffnen Sie solche Anlagen nur, wenn Ihnen der Absender persönlich bekannt ist. Schließen Sie jedoch nicht aus der im Nachrichtenkopf stehenden E-Mail-Adresse auf den Absender. Diese Angabe läßt sich sehr leicht fälschen.
Da ausführbare Programme auch E-Mails versenden können, ist es natürlich auch möglich, daß sie sich als Attachment selbst versenden. Anwender des Mailprogramms Eudora können hier angeblich zum Verteiler eines Virus werden, der sich an alle Teilnehmer der Eudora-Adressliste des Anwenders versendet und vorweg einen Text, der vor dem Virus warnt und behauptet, die EXE-Datei im Anhang sei ein Schutzprogramm. Wer das Programm ausführt, startet eigenhändig den Virus. Siehe dazu auch die externer Link  RedTeam-Warnung.
Emoticon
(1998) In E-Mails verwendete Zeichenkombinationen, die den Gesichtausdruck des Schreibers widerspiegeln (ungeübte Leser sollten zur besseren Erkennung das linke Ohr auf die linke Schulter pressen) und so dafür sorgen, daß Adressaten humorvoller Bemerkungen, wenn sie den Witz schon nicht verstehen, wenigstens erkennen, daß eine Äußerung witzig gemeint ist. ;-)
  • :-) Ich freue mich ("Smiley").
  • ;-) "Gelle?", freundliches Zublinzeln, "dies war witzig gemeint".
  • :-( Ich bin sauer oder traurig ("Frowney").
  • :*) Ich stehe unter dem Einfluß ethanolhaltiger, stimmungsaufhellender und gefäßerweiternder Flüssigdrogen.
  • %-) Völlig benebelt.
  • #-) Mit der Hand vor die Stirn/Augen patschend.
  • :-p Bäh! :-)
  • :-9 Hmm, lecker!
  • :-6 Örks, Würg!
  • :-[ Netter Vampir sucht freundlichen Blutspender ;-)
  • %-6 Die selbstgesammelten Pilze waren nicht so gut...
Endlosschleife
(1989) Siehe Endlosschleife.
Engelbart, Douglas
(1998) Erfinder der Mouse (1963) und der multiplen Bildschirmfenster (Windows).
externer Link The Mouse Site Demo
EPROM
(1998) Siehe ROM
ERP
(2000) Enterprise Resource Planning - "Planung von Unternehmensressourcen". ERP bezeichnet im allgemeinen Softwarelösungen, die den betriebswirtschaftlichen Ablauf steuern und auswerten (Controlling). Bekanntester Vertreter ist derzeit wohl die Software SAP R/3
externer Link Glossar des ERP-Forums
Ethernet
(2000) Typ eines lokalen Netzwerkes (LAN), das von Robert Metcalfe 1972 im Xerox Palo Alto Research Center (PARC) entwickelt wurde. Wurde nach IEEE 802.3 standardisiert und erlaubt eine Bandbreite von 10 Megabit/s. Die Weiterentwicklung Fast-Ethernet kann 100 Megabit/s übertragen.
ETSI
(2000) Europäisches Telekommunikationsstandardinstitut. Koordinierungsstelle für Kompatibilitätsfragen europäischer Telekommunikationsentwicklungen.
EULA
(2000) End User License Agreement - "Endanwenderlizenzübereinkunft". Häufig ein von Softwareherstellern verfasster pseudojuristischer Phantasietext zum Zwecke der Einschüchterung von Kunden, in diesen Fällen meistens ohne vollständige Rechtsgültigkeit, oft sogar erst nach dem Öffnen der Verpackung oder während der Installation einer Software zu finden. Siehe auch externer Link c't 3/99, S.16.
EVA-Prinzip
(1989) Arbeitsprinzip einfacher Computerprogramme, die eine strenge Reihenfolge der Bearbeitung erwarten. Zuerst hat der Benutzer eine Eingabe zu machen (Lochkartenstapel einlegen), anschließend erfolgt die Verarbeitung (heftiges Rattern, blinkende Lämpchen) und als letztes erfolgt die Ausgabe (ein Karton Endlospapier). Gegensatz: Interaktivität.
Excel
(1998) Leistungsfähige Tabellenkalkulation. Neben Corel Draw bis in die 90er Jahre hinein der einzige stichhaltige Grund, überhaupt Windows zu benutzen.
nicht unbedingt ernst gemeinter KommentarDer Name wird übrigens nach dem Willen des Herstellers auf der zweiten Silbe betont (wie Exzem).
Explorer
  1. (2000) wörtl. "Forscher, Erkunder" - Programme mit ähnlichem optischen Aufbau wie der Microsoft Windows Explorer werden der Familie der Explorerprogramme zugeordnet. Sie weisen in der Regel zwei Bildschirmfenster auf. Im linken findet man eine Baumstruktur und im rechten korrespondierende Inhalte zum jeweils links aktivierten Baumelement.
  2. (2002) Ehemaliges Warenzeichen der Ratinger Firma Symicron. Während der Verkauf von Microsofts Betriebssystem Windows 95 anlief, meldete die Firma Symicron am 22. September 1995 das Warenzeichen "Explorer" für Datenverarbeitungsprogramme an (Symicron hatte da noch so ein altes DOS-Programm zur Anzeige von Grafikdateien). Im Eilverfahren wurde ihr das Warenzeichen am 17. November 1995 unter der Nummer 39538830 vom Deutschen Patent- und Markenamt zuerkannt. Die Geschäftsführer bestreiten, damit einen Hinterhalt zum Zwecke der Massenabmahnung durch den Münchener Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth gelegt zu haben und haben stattdessen "mit eidesstattlichen Versicherungen vom 11. und 19.06.1996 erklärt, erst aufgrund eines Zeitungsartikels vom 15.05.1996 Kenntnis davon erlangt zu haben, daß Windows 95 ein wesentliches Programmpaket mit Explorer kennzeichne" (Zitat aus "Landgericht München I - Urteil vom 19. Juni 1996 - 7 HKO 11205/96").
    Nach einem langen Rechtsstreit wurde die Marke am 30. Juli 2002 vom Deutschen Patent- und Markenamt per Beschluss gelöscht.
    Siehe dazu auch die Lexikoneinträge zu Frame und ZIP.
    externer Link Anwaltskanzlei Gravenreuth
    externer Link Firma Symicron
    externer Link Firma Microsoft
    externer Link Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA)


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