A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
- Daemon
- (2000) Prozeß auf einem Unix-Server, der bestimmte Dienste zur
Verfügung stellt. Bekannte Beispiele sind "ftpd", der
FTP-Daemon, und "httpd", der WWW-Dienst. Unter Windows NT
heißen Programme dieser Kategorie "Systemdienste".
- Data Warehouse
- (2000) "Datenlagerhaus", Datenbanksystem zur zentralen Datenhaltung
und Zusammenführung von verschiedenen dezentralen Datenquellen.
Den Endanwendern werden dadurch unternehmensweit strukturierte, bereinigte
und verdichtete Daten als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung
gestellt.
Quelle: Glossar
des ERP-Forums
- DAU
- (1998) Softwareentwickler müssen bei der Programmierung einen
ausgewogenen Kompromiß zwischen Leistungsfähigkeit und sicherer
Bedienung finden. Je mächtiger ein Programm ist, desto anfälliger
wird es in der Regel für Fehlbedienung. Um das Programm nicht durch
übermäßige Sicherheitsmechanismen lahmzulegen, definiert
man einen Grenzwert dessen, was man vom Anwender ("User")
erwartet.
Dieser Grenzwert wird
als DAU bezeichnet - der "dümmste anzunehmende
User". Einen Anwender, dem es allen Sicherheitsmechanismen
zum Trotz durch außergewöhnlich idiotische Fehlbedienungen
gelingt, Schäden anzurichten, bezeichnet man als Super-DAU.
Beispiele.
- DDR
- (2000) Double data rate - Doppelte Datenrate.
Trickreiche Verdoppelung der Speicherbusbandbreite,
indem pro Takteinheit zweimal Daten übertragen werden (jeweils
bei ansteigender und abfallender Taktsignalflanke)
- DECT
- (2000) Digital enhanced cordless telecommunication
- Der 1992 vom ETSI verabschiedete Übertragungsstandard für
schnurlose Heimtelefone zeichnet sich gegenüber dem System der
älteren Analogfunkgeräte durch höhere Übertragungs-
und Abhörsicherheit aus. Nachteilig gegenüber dem analogen
System mit kontinuierlicher Sendeleistung ist der Einfluß der
bei DECT gepulsten elektromagnetischen Strahlung auf das Nervensystem
in der Nähe befindlicher Personen.
Fachzeitschrift Neuroreport
c't-Artikel "Störfunk für's Gehirn"
- Default
- (2000) Vorgabewert.
- Definition
- (2001) Wird neben der auch im Deutschen verwendeten Bedeutung "Begriffsbestimmung"
im Englischen oft auch im Sinne von "Präzision" und "Bildschärfe"
verwendet: High Definition Paper = Papier für hohe Bildschärfe
- Desktop Publishing
- (2000) Siehe DTP.
- DHCP
- (2000) Das Dynamic Host Configuration
Protocol erlaubt es Netzwerkverwaltern, die Internetprotokolladressen
(IP Adressen) in einem Firmennetzwerk zentral und automatisch zu vergeben.
Jeder angeschlossene Computer erhält über DHCP eine für
die Internetprotokolle TCP/IP notwendige eindeutige IP Adresse. Ohne DHCP müsste
diese Adresse bei jedem Rechner von Hand eingegeben werden. Bei Einwählzugängen
mit oft tausenden potentiellen Nutzern erfolgt die IP-Adressenvergabe
nahezu ausschließlich über DHCP.
- Digital Research
- (1993) Amerikanische Softwarefirma (heute Novell). DR entwickelte
in den siebziger Jahren mit CP/M das erste weitverbreitete Betriebssystem
für Microcomputer. Heute vor allem durch das MS-DOS-Konkurrenzprodukt
DR-DOS und die grafische Benutzeroberfläche GEM bekannt.
- Disclaimer
- (2000) Ausschlussklausel, mit der darauf hingewiesen wird, dass ein
Produkt bestimmte Eigenschaften nicht besitzt. Dieser Brauch aus dem
Land der mikrowellentrocknenden Katzenhalter und 96°C-Kaffee-auf-Ex-trinkenden
Rentnerinnen wird leider auch bei uns immer notwendiger, seit Anwälte
hierzulande beginnen, das Recht gegen jede Vernunft einzusetzen und
zum Beispiel Homepageautoren abmahnen, weil sie einen Link auf eine
Site haben, auf der es eine Seite gibt, die einen Link auf eine Site
hat, auf der es eine Seite gibt, auf der es einen Link auf einen FTP-Explorer für Windows gibt, der mit einem ausreichenden
Maß an technischer Ignoranz mit einem antiken DOS-Grafikdateibetrachter
in einen Topf geworfen werden kann, und dessen angeblicher Fehler es
ist, einen Namen zu haben, der dem DOS-Grafikdateibetrachter irgendwie
ähnlich ist.
Es gibt in Deutschland tatsächlich von jedem Verständnis für
die Funktionsweise des Internet freie Richter, die keine Scheu davor
haben, diese irrwitzige Konstruktion als rechtlich einwandfrei zu betrachten.
Siehe dazu auch die Lexikoneinträge zu Explorer, Frame und ZIP.
- Dithering
(1993) Rastertechnik, um Graustufengrafiken mit monochromen
Medien wiederzugeben oder eine große Anzahl von Farben ohne Mischung
mit nur wenigen Grundfarben darzustellen. Eine bemerkenswerte Variante
dieser Rastertechnik ist das Floyd-Steinberg-Dithering, in welchem Helligkeiten
durch den Abstand von Punkten auf einer Fläche wiedergegeben werden,
ohne daß diese Punkte in einem festen Raster liegen. Dadurch entsteht
eine fast unbegrenzte Anzahl von möglichen Helligkeitsabstufungen.
- DIZ
- (1998) Allen besseren Sharewareprogrammen liegt eine kurze ASCII-Datei namens FILE_ID.DIZ bei, die in knappen Worten Sinn
und Funktion des Programms beschreibt. Das Programm und seine Begleitdateien
sind üblicherweise in einem ZIP-Archiv enthalten. DIZ ist die Abkürzung
für Description in ZIP.
- DMA
- (2001) Direct Memory Access — direkter
Speicherzugriff. DMA-Bausteine kopieren Daten vom Hauptspeicher (RAM) eines informationstechnischen Gerätes in periphere
Speicher oder umgekehrt, ohne dass die Daten dazu die CPU passieren müssen. Bei Festplatten und anderen IDE-
oder EIDE-Laufwerken unterscheidet man zwischen
verschiedenen Geschwindigkeitsklassen ("Modi"):
- DMA Mode 0 - 2,08 (4,16) MByte/s
- DMA Mode 1 - 5,22 (13,33) MByte/s
- DMA Mode 2 - 8,33 (16,67) MByte/s
Die Werte in Klammern geben dabei die
Performance im Multiwortmodus an, bei dem mehr Daten am Stück
übertragen werden als im Einzelwortmodus.
Eine aktuelle Erweiterung sind die Ultra-DMA-Modi (UDMA), die zuerst
vom Festplattenhersteller Quantum eingeführt wurden. Hier werden
folgende Übertragungsraten angegeben:
- Ultra-DMA 0 - 16,67 MByte/s
- Ultra-DMA 1 - 25,00 MByte/s
- Ultra-DMA 2 - 33,33 MByte/s (UDMA/33)
- Ultra-DMA/66 - 66,7 MByte/s
- Ultra-DMA/100 - 100 MByte/s
Diese Datenraten werden allerdings nur sehr kurzfristig erreicht, da
die Schreib-/Leseköpfe der Festplatten einen weit geringeren Datendurchsatz
haben. Näherungsweise läßt sich dieser ermitteln, indem
man die Umdrehungsgeschwindigkeit (pro Minute) mit der Anzahl der physikalischen
(also nicht gemappten) Sektoren pro Spur multipliziert und diese Zahl
dann durch 120.000 dividiert (2000 Sektoren pro Mbyte mal 60 Sekunden
pro Minute).
- Dongle
- (1998) (oft auch eingedeutscht "Dongel"): Hardlock, "Kopierschutzstecker".
Gebräuchliche Methode von Softwareanbietern, sich unbeliebt (alle)
oder lächerlich (Ribcon 13) zu machen. Durch Dongles wird erreicht,
daß eine Programmkopie erst dann arbeitet, wenn man unter den
Schreibtisch gekrochen ist, den Druckerstecker abgezogen hat, den Dongle
aufgesteckt hat, den Drucker wieder einstecken wollte, feststellte,
daß das nicht geht, weil man den Dongle erst festschrauben muß,
wieder unter dem Schreibtisch hervorgekrochen ist, einen Schraubenzieher
geholt hat, den Dongle festgeschraubt und den Drucker wieder aufgesteckt
hat. Wenn man Glück hat, funktioniert der Drucker anschließend
noch. Wenn man Pech hat, muß man den Dongle zum Drucken eben wieder
mal schnell abnehmen. Wenn man großes Pech hat, hat man gerade
RIB-Software installiert, die eine 20-stellige großschreibungsempfindliche
("case sensitive") Schlüsselzeile wie zum Beispiel "2gq6zG8250OopL23I1l4"
eingegeben haben will, damit sicher verhindert wird, daß der Ribcon-13-Dongle
von Rechner A, von dem man ihn zum Drucken abgeschraubt hat, versehentlich
an Rechner B angeschraubt wird, der ja schließlich einen Ribcon-13-Dongle
mit der Schlüsselzeile "gE267Okli2Gm8Q2Hdq05" zu haben
hat!
- DOS
- (1993) Disk Operating System - ein Betriebssystem,
welches von einem Datenträger in den Rechner geladen wird.
- DoS-Attack
- (2000) Denial of Service Attack - Lahmlegung
eines Internet-Servers durch eine sehr große Menge gleichzeitiger
Anfragen. Die Anfragen werden dabei von Softwarekomponenten ausgeführt,
die zuvor auf einer großen Zahl räumlich verteilter Server
installiert wurden (siehe "Trojanisches Pferd"). Täter sind
meistens sozial vernachlässigte Halbwüchsige (Cracker),
da die Software zum Ausführen solcher Angriffe relativ einfach
zu erhalten und zu bedienen ist und viele Server nahezu ungesichert
im Netz stehen.
- DOS-Text-Format (1993)
- Synonym für das IBM-ASCII-Textformat PC-8 mit 256 Zeichen einschließlich
Umlauten, Rähmchen und Sonderzeichen.
- Download
- (1993) Die Übertragung von Daten aus einem anderen Rechner auf
den eigenen.
- DPI
- (1998) Dots per Inch - Punkte pro Zoll.
Die DPI-Zahl gibt die Auflösung eines grafischen Ein- oder Ausgabegerätes
an. Ein Drucker oder Scanner mit einer Auflösung von 300 DPI hat
einen Bildelementeabstand von 25,4/300=0,085 mm.
Bei Scannern ist derzeit noch eine üble Form der Kundentäuschung
zulässig, indem mit einer "interpolierten Auflösung"
geworben wird.
- DRAM
- (2000) Dynamic Random Access Memory
- Siehe RAM.
- DrawPerfect
- (1993) Grafikprogramm, mit welchem zu
WordPerfect 5.1 kompatible Vektorgrafiken und Mischgrafiken erstellt
werden können.
- 3D-Masche
- (1993) Eine n×n-Matrix aus Koordinatentripeln, die ein räumliches
Netz definiert. 3D-Maschen werden in AutoCAD seit der Version 10.0 zur Modellierung von dreidimensionalen
Körpern verwendet.
- 3D-Studio
- (1993) Das Programm 3D-Studio von AutoDesk
erzeugt aus dreidimensionalen Konstruktionsdaten fotorealistische Animationen.
In AutoCAD konstruierte Objekte können
mit Eigenschaften wie Oberflächentextur, Reflexionsgrad und Transparenz
versehen werden.
- DSL
- (UF 1999) Digital Subscriber Line - Nutzung
digitaler Techniken auf einer für analoge Signale genutzten Kupferleitung.
Für Entfernungen bis 4 km.
- DTP
- (2000) Desktop Publishing - "Schreibtischpublizieren".
Euphemismus für den Verlust von Setzer, Lektor und Layouter und/oder
Fachautor im Presse- und Verlagswesen. Inhalt, Satz und Layout werden
stattdessen durch eine einzige Person erledigt - mit entsprechend grausamenen
Resultaten für das Aussehen und/oder den fachlichen Inhalt und/oder
die didaktische Verwendbarkeit einer Publikation. Im schlimmsten Fall
greift ein Computerprogramm "korrigierend" ein, was bei der
Verwendung von WordPerfect zum Einsatz
von Fünfwortsätzen führt, weil die Grammatikprüfung
Sätze wie diesen nicht durchblickt und als "zu lang"
anmeckert, oder es entwickelt sich eine Rechtschreibreform, die Komposita
als unerwünscht brandmarkt, weil (oder schimmert da nur wieder
meine Anti-MS-Paranoia durch?) die Rechtschreibkontrolle von Windword, der Trotz ihrer Vorliebe für renitent
an den oberen Seitenrand fluppenden Grafiken und ihrer Mängel in
der Behandlung langer, insbesondere wissenschaftlicher, Texte von den
Autoren der RSR bevorzugten Textverarbeitung, nicht mit ihnen umgehen
kann (oder gibt es noch einen anderen Grund für diese vorsätzlich
herbeigeführte Sprachverarmung?).
Jeder gesunde Lektor
hätte den letzten Satz übrigens ebenfalls zu verhindern gewußt,
aber im WWW glaubt ja bekanntlich jeder Homepage-Autor, seine Geistesprodukte
sofort und ungeprüft publizieren zu müssen. Das hamsejetzdavon...
;->
- Dualsystem
- (1993) Siehe Dualzahl. Nicht zu verwechseln mit dem Dualen System,
einer deutschen Öko-GmbH, welche derzeit alle umweltschädlichen
Einwegverpackungen mit giftgrünen Warnaufklebern kennzeichnet.
- Dualzahl
- (1993) Digitalcomputer behandeln die Daten, die sie verarbeiten, als
elektrische Spannungswerte. Da hierbei nur zwei sinnvolle Möglichkeiten
zur Speicherung einer Informationseinheit bestehen (Spannung oder keine
Spannung), muß jede eingegebene Zahl ins Dualsystem umgewandelt
werden, um von einem Computer verarbeitet zu werden. Eine gültige
Dualzahl ist beispielsweise 00101010; die ganz rechte Stelle hat den
Wert eins, nach links verdoppelt sich jeweils der Stellenwert. Stellen
wir uns nun die Frage, wie diese Dualzahl im Dezimalsystem dargestellt
wird, wo sich der Stellenwert nach links jeweils verzehnfacht, so lautet
die Antwort 42 (0×1 + 1×2 + 0×4 + 1×8
+ 0×16 + 1×32).
- DVD
-
- (2001) Digital Versatile Disk - Digitale
vielseitige Scheibe. Einer CD ähnlicher Datenträger mit
mehreren Gigabyte Kapazität.
- (2001) Deutsche Vereinigung für Datenschutz
e.V. - Die DVD ist eine unabhängige Bürgerrechtsvereinigung,
die sich für Datenschutzbelange in Deutschland und Europa einsetzt.
Das
WWW-Angebot umfasst Informationen
zu ausgewählten Datenschutz-Themen, Datenschutz-Publikationen
und Datenschutz-Aktionen, sowie eine Selbstdarstellung und Verweise
auf andere Datenschutz-Organisationen.
- DXF
- (1998) Drawing exchange format. Von der
Firma Autodesk definiertes ASCII-Textformat zum Austausch von Zeichnungsdaten. Sehr eng
an das Zeichnungsdateiformat von AutoCAD angelehnt.
Zurück
|