EDV-Lexikon - C


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Cache
(1989) Als Cache [Kesch] bezeichnet man einen Speicherbereich, auf den sehr schnell zugegriffen werden kann und welcher häufig zu lesende Daten aus einem anderen Speicher enthält. Relativ zur Festplatte ist das RAM ein schneller Speicher - wenn Sie ausreichend RAM-Kapazität (mehr als 1 MB) zur Verfügung haben, empfiehlt sich die Einrichtung eines Cache-Speichers. Da beispielsweise ein Datenbankprogramm oft mehrmals hintereinander auf dieselben Informationen zugreift, ist die Einrichtung eines Cache mit deutlich weniger Festplattenzugriffen verbunden. Programme hierzu gibt es zuhauf. Einige der bekanntesten Vertreter aus DOS-Zeiten sind zum Beispiel Smartdisk von Microsoft oder PC-Cache von Central Point.
Bei sehr schnellen Rechnern gibt es eine weitere Cache-Stufe. Hier werden Daten aus dem RAM in einem extrem schnellen Speicherbereich in der CPU zwischengespeichert.
CAD
(2000) Computer aided drawing oder computer aided design - Computerunterstütztes Zeichnen/Entwerfen. Der Begriff CAD deckt alle Bereiche von der einfachen 2D-Zeichnungserstellung bis hin zum 3D-Objektentwurf ab. Zur besseren Unterscheidung gibt es einige Sondergebiete wie beispielsweise CAAD oder CAED (architectural/engineering).
CAM
(2000) Computer aided manufacturing - Computerunterstützte Herstellung, zum Beispiel mit rechnergesteuerten CNC-Werkzeugmaschinen.
Carrier
(2000) Trägersignal, das von Akustikkopplern und Modems zur Erkennung von Sender und Empfänger gesendet wird. Wenn das Modem den Trägerton der Gegenseite nicht mehr erkennen kann, gibt es die Fehlermeldung "NO CARRIER" aus.
nicht unbedingt ernst gemeinter KommentarDie verwandte Fehlermeldung "CARRIER LOST" ist Grundlage eines etwas platten DFÜ-Witzes, der darauf beruht, dass Flugzeugträger im Amerikanischen ebenfalls als "Carrier" bezeichnet werden.
CC
(1998) Carbon Copy - Durchschrift. In E-Mail-Programmen verwendete Abkürzung für das Adressfeld, in dem weitere Empfänger einer E-Mail angegeben werden können. Alle Empfänger erhalten dabei neben der E-Mail auch die komplette Empfängerliste, was sich mit Blindkopien (BCC) vermeiden läßt.
CD-ROM
(1998) "Compact Disk Read Only Memory" -- Nur-Lese-Speicher in Form einer CD. In einer spiralförmig von innen nach außen führenden Spur in einer dünnen metallbedampften Schicht auf der Oberseite(!) der CD sind abwechselnd reflektierende und absorbierende Bereiche untergebracht, die von einem Laserstrahl von der Unterseite her abgetastet werden. Die empfindliche Oberseite ist meist mit einer Lackschicht vor Beschädigungen geschützt. Die Standardgeschwindigkeit einer Audio-CD liegt bei etwa 160.000 Byte/Sekunde. Diese Information wird mit immer gleicher Lineargeschwindigkeit (längs der Spur) gelesen, so daß die Umdrehungsgeschwindigkeit bei Zugriffen innen höher ist als außen. Übliche Daten-CDs fassen maximal 682 Megabyte Daten, was bei einer Audio-CD etwa 74 Minuten Musik entspricht.
Centronics
(1998) Die Firma Centronics entwickelte einen speziellen, relativ robusten, Steckertyp mit großen Kontaktflächen, der auch heute noch zum Anschluß von Druckern verwendet wird. Die Druckerschnittstelle eines PC wird daher auch oft "Centronics-Port" genannt. Der eigentliche "Centronics"-Stecker ist bei üblichen PC-Druckerkabeln nur auf der Druckerseite. Am PC befindet sich keine Centronics- sondern eine 25-polige weibliche Sub-D-Buchse.
CERN
(2000) Conseil Europeen pour la Recherche Nucleaire - Europäisches Forschungszentrum für Teilchenphysik. Der Geburtsort des WWW.
CGA
(1993) Color Graphics Adapter. Erste für den IBM-PC angebotene Farbgrafikkarte. Sie stellte entweder 640×200 Punkte monochrom oder 320×200 Punkte in bunt dar. Der CGA konnte entweder die Farben schwarz-rot-gelb-grün, schwarz-weiß-magenta-cyan oder rot-grün-braun-weiß gleichzeitig darstellen.
CGI
(2000) Common Gateway Interface - Parameterübergabeverfahren, mit dem auf einem Webserver laufende Programme mit Eingaben aus Webseiten versorgt werden können und ihre Ergebnisse wiederum über Webseiten ausgeben können.
CIH-Virus
(1999) Virus, der sich durch eine besonders fatale Schadensroutine auszeichnet. Überschreibt das BIOS von PCs, wenn dieses in einem Flash-ROM gespeichert ist. Zur Reparatur muß der Rechner geöffnet und der BIOS-Baustein ausgetauscht werden.
Clipboard
(1993) wörtlich: "Klemmbrett" - ein vom Betriebssystem verwalteter Speicherbereich (unter Windows "Zwischenablage" genannt), um Texte, Grafiken oder andere Informationen zwischen verschiedenen im Speicher gehaltenen Programmen auszutauschen, ohne sie extra als Datei speichern zu müssen.
(2000) Ted Nelson bemerkt dazu, dass die Metapher "Clipboard" daher kommt, dass dieser Zwischenspeicher wie ein richtiges Klemmbrett funktioniert, außer dass a) er unsichtbar ist, b) er nur ein Objekt festhalten kann und c) was auch immer man hinzufügt, den bisherigen Inhalt vernichtet. In jeder anderen Hinsicht sei es ein Klemmbrett - allerdings gebe es gar keine anderen Hinsichten :-) externer Link Ted's ComParadigm in OneLiners
Cluster
  1. (1998) Zuordnungseinheit auf Festplatten mit FAT-Dateisystem. Weil nicht jeder 512 Byte große Sektor einer Partition einzeln verwaltet werden kann, faßt man mehrere Sektoren zu einem Cluster zusammen.
    Unter dem für DOS und Windows 95a typischen FAT16-Dateisystem ist eine Festplattenpartition in maximal 216 Cluster mit jeweils maximal 215 Byte aufgeteilt. Daraus ergibt sich eine theoretische maximale Partitionsgröße von 65.536 x 32.768 = 2.147.483.648 Byte (2 Gibibyte). Tatsächlich ist die maximal mögliche Partitionsgröße etwas kleiner, weil die Festplatte nur zylinderweise partitioniert werden kann.
  2. (2000) Gruppe von zusammengeschalteten Einzelrechnern. Bei entsprechender Softwareausstattung kann ein Cluster wie ein einziger Rechner mit gigantischer Rechenleistung angesprochen werden. externer Link CLIC - Chemnitz Linux Cluster
CNC
(2000) Computerized numerically controlled - "Mit Computern numerisch gesteuerte", also programmierbare, Fertigungsautomaten nennt man auch CNC-Maschinen. Siehe CAM.
Compiler
(2000) Programm, das menschenlesbare, in einer Programmiersprache geschriebene, Quelltextdateien komplett in ausführbare Maschinenprogramme übersetzt. Findet die Übersetzung dagegen erst schrittweise während der Programmausführung statt, spricht man von einem Interpreter.
Consumer
(2002) Endverbraucher, Konsument. Für EDV-Geräte die letzte Station vor der Müllhalde. Consumer-Geräte zeichnen sich meistens dadurch aus, dass Wegschmeissen billiger ist als Reparieren. Beispiel: privat verwende ich einen HP 4200C-Scanner, den ich bei Aldi für 199,- DM gekauft habe. Falls der mal kaputtgeht, würde HP eine Reparaturpauschale von 180,96 Euro verlangen (ohne Versand, April 2002) — also rund doppelt so viel, wie ich für das Neugerät bezahlt habe!
externer Link HP Preisliste für Endverbraucher
Was mit dem PC-Müll geschieht: externer Link Exporting Techno Trash
Content Management
(2000) Content Management Systeme (CMS) verwalten Informationen in eigenen, für die jeweiligen Inhalte optimierten Formaten und bereiten sie zur Veröffentlichung im WWW auf.
Controller
(2001) Steuereinheit. Controller sind Geräte, die für die Steuerung von Geräten und Maschinen zuständig sind.
Im PC-Bereich hält sich hartnäckig die Bezeichnung "Festplattencontroller" anstelle des korrekten Begriffs "Hostadapter", obwohl Festplatten seit 10 Jahren nicht mehr über externe Steuereinheiten angesprochen werden, sondern alle wesentliche Elektronik integriert haben (siehe IDE).
Cookie
(2000) (wörtl. "Keks") Eine Textinformation, die von einem Web-Browser auf dem PC eines WWW-Besuchers angelegt und beim Aufruf weiterer Seiten eines Webangebotes oder bei späteren Besuchen einer Site wieder ausgelesen werden kann. Das können vom Benutzer gewählte Voreinstellungen sein, es können aber auch - vom Benutzer unbemerkt - Informationen zur Auswertung des Surfverhaltens in Cookies abgelegt werden.
Corel Draw
(1993) Universelles Grafikprogramm zur Erstellung von Vektor- und Mischgrafiken.
CP/M
(1989) Control Program for Microcomputers. Erstes PC-Betriebssystem mit nennenswerter Verbreitung. CP/M ist der direkte Vorläufer der heute benutzten DOS-Versionen. Unter CP/M entstanden Programme, deren Namen auch heute noch existieren, obwohl die heutigen Programme mit ihren Großvätern kaum mehr als die Namen gemeinsam haben, wie zum Beispiel Turbo Pascal, dBase, Multiplan oder Wordstar.
CPU
Motorola 68000 CPU(2001) Central Processing Unit. Das Bauteil in einem Computer, welches die Befehle eines Programms ausführt. Es gibt in IBM-kompatiblen PCs eine Vielzahl unterschiedlicher Typen. Am Anfang der Ahnenreihe (soweit es PCs betrifft) stand die Intel 8088-CPU, welche auf 8 Bit Speicher gleichzeitig zugreifen konnte und mit 4,77 MHz getaktet war. Bereits zu dieser CPU gab es ein besseres und billigeres Modell eines anderen Herstellers: Bis aufs letzte der 40 Beinchen identisch war die NEC V20-CPU, welche schneller war und mehr Befehle kannte. Mit der Einführung des IBM AT kam auch die Intel 80286-CPU, die einen größeren Speicher ansprechen und gleichzeitig auf 16 Bit Speicher zugreifen kann, gefolgt von der 80386-CPU, welche einen gleichzeitigen Zugriff auf 32 Bit Speicher ermöglicht. Eine 80486-CPU ist in erster Linie die Vereinigung einer 80386-CPU und eines Arithmetikprozessors auf einem Chip. Aus markenschutzrechtlichen Gründen heißen die Nachfolger nicht mehr Intel 80(5,6,7,...)86, sondern Intel Pentium (I, II, III, IV, ...). Die vom Preis-Leistungsverhältnis aktuelle Alternative zu Intel stammt heute aus dem Hause AMD.
Peripheriegeräte, wie Drucker oder Modems, haben ebenfalls fast immer eine eigene CPU. Bereits der erste HP DeskJet hatte zum Beispiel eine Z80-CPU, denselben Typ von Mikroprozessor, mit dem beispielsweise auch die (immerhin CP/M-fähigen) Heimcomputer der CPC-Serie von Amstrad ausgestattet waren. Größere Laserdrucker können durchaus über mehr Rechenleistung als der PC verfügen, an den sie angeschlossen sind. Die Abbildung zeigt die imposante Motorola-68000-CPU eines alten HP LaserJet II.
Cracker
(2000) Digitaler Vandale mit dem sozialen Horizont eines Salzgebäcks. Siehe DoS-Attacke.
Cracker sind meist in der Altersklasse üblicher Sprühlackschmierer (14-21 Jahre) zu suchen. Es gibt jedoch auch externer Link  Ausnahmen.
Crackz
(2000) "Gecrackte", also von einer Kopiersperre befreite, Programmkopien (auch "Warez"), Hilfsprogramme oder Anleitungen zum Selbstanfertigen (auch "Cracks"). Oft letztes Hilfsmittel verzweifelter Anwender, wenn nach neun Stunden alle 120 Steckmöglichkeiten der fünf Dongles am Druckerport durchprobiert worden sind und das Statikprogramm immer noch nicht gleichzeitig mit dem CAD-System betrieben werden kann.
In den meisten Fällen werden Cracks allerdings nicht aus Verzeiflung gesucht, sondern in der Absicht, billig an eine lauffähige Raubkopie zu kommen. Siehe Cracker.
Cray, Seymour
(1998) Seymour Cray (28.9.1925 - 5.10.1996) war 1957 Mitbegründer der Control Data Corporation und entwickelte ab 1972 in der von ihm gegründeten Firma Cray Research den 1976 vorgestellten ersten Vektorrechner, die mit 80 MHz getaktete freongekühlte Cray-1. Der Name "Cray" blieb über fast zwei Jahrzehnte das Synonym für den schnellsten Computer der Erde.
CSS
(2000) Cascaded Style Sheets - Formatvorlagen für HTML-Dateien. CSS erlauben es HTML-Setzern auf wunderbar einfache Weise, einer Vielzahl von Seiten ein einheitliches Layout zu geben.
Seiten von Autoren, die nicht mit CSS umgehen können, erkennt man daran, dass die Quelltexte mit Font-Tags zugemüllt sind und lauter unnütze Tabellen und Leerzeilen zum Zurechtfrickeln von Rand- und Zwischenabständen enthalten. CSS folgen einem weltweit einheitlichen Standard und werden von allen guten Browsern korrekt interpretiert. Die Autoren des Netscape Navigators (zumindest bis zur Version 4.75) haben leider keine großen Ambitionen in Bezug auf die korrekte Implementierung von CSS-Elementen. Wenn Ihr Browser CSS richtig interpretiert, ist das Stichwort "CSS" oben fett gesetzt und der ganze Text des Lexikons wird in der Schriftart Verdana (oder wenigstens Arial) dargestellt.
c't
(1998) Im Jahre 1984 gegründetes, renommiertes Hannoveraner Magazin für Computertechnik. Die c't zeichnet sich durch überdurchschnittlich kompetente Autoren, guten Stil und neutrale Soft- und Hardwaretests aus.
CU
(1998) Mail-Abkürzung: "See you" - "Auf Wiedersehen". Auch in der etwas alberneren Form CUL8R "See you later" - "Bis später" zu finden.
Cupholder
(1999) Siehe Kaffeetassenhalter.
Cyberspace
(1998) Kunstwort aus "cybernetics" und "space". Der Amerikaner William Gibson verwendete dieses Wort zum erstenmal 1984 in seinem Fantasy-Roman "Neuromancer". Er bezeichnet damit den virtuellen Raum eines globalen Computernetzes. Williams lehnte sich wahrscheinlich an das rund dreißig Jahre ältere "Cyborg" an.
Cyborg
(1998) Kunstwort, das einen "kybernetischen Organismus" meint, also ein Gerät, das aufgrund hochentwickelter Steuer- und Regeltechnik das Verhalten eines Lebewesens nachahmen kann. Schauen Sie sich dazu unbedingt einmal den herrlichen 50er-Jahre-Film externer Link  "Forbidden Planet"/"Alarm im Weltall" an!

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